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UNITED METAL MANIACS .. mal etwas anders..
Nun lasst mich berichten, was mich vor sieben Tagen außer dem Toilettendrang noch so alles bewegt hat. Wie es der aufmerksame Leser bemerkt haben dürfte, handelt es sich einmal mehr um ein OpenAir der Kategorie „sehr empfehlenswert.“  Doch lasst mich kurz nach der Meerteilung durch Moses beginnen..

Schon einige Wochen um Vorfeld waren Tom und meine Wenigkeit so heiß auf das erste Open Air in unserer diesjährigen Saison, dass wir den Mai kaum erwarten konnten.

Freitag am 13. lief natürlich erst einmal alles schief, was nur schief gehen kann, was darin gipfelte, dass ich erst gegen Mittag aus der Firma und somit in den Genuss kam mir die Landschaften links- und rechtsseitig der A9 aus dem stehenden Auto zu Gemüte führen zu dürfen. Man kann schon allerhand Seltsame(s) in anderen Autos sehen und mittendrin ein blauer Renault, der die nebenstehenden Karren mit nervtötendem 80er Jahre Gekreische beglücken wollte. Ich hab mich schon gewundert warum so viele Schwarze unterwegs waren aber nach einigem Überlegen fiel mir ein, dass in Leipzig ja die Konkurrenzveranstaltung für alle Cradle und Dimmu Fans statt gefunden hat.
Aja ok, nach knapp sechs Stunden und mehr oder weniger tauber Arschritze bin ich dann doch in Jena gelandet und dann hieß es schnell zur Terror-Maschine Bald fahren, da der mal grad ne Lernpause bei seinen Eltern einlegte. Bald wollte die Abholtour mitmachen, damit er noch mal in den Genuss kommt alle Prügelbarden aus Jena zu sehen. Also Janosch schnell in die Karre verfrachtet und dann Richtung Nord raus um Tomentor einzusammeln. So die Kiste auf vier Rädern war voll und Tom eröffnete mir, dass der Kocher von den Ataisten wohl auch noch bei mir mitfahren wollte. Egal, dass war ein Problem, dass man auch nach der „ich geh mal noch schnell Bier beim Lidl kaufen“ Aktion klären konnte. Nun Platz hatte ich zwar keinen mehr aber viel guten Willen also erstmal raus zum Jordan, damit der alte Sack auch sein typisches Open Air Gerümpel im Auto verstauen konnte. So, der Auspuff setzte auf, für mich also das Zeichen, dass wir startklar waren. Ok, startklar war übertrieben, denn zuvor wollten wir freilich noch das gute Essen vom McDoof genießen also fuhren wir zur Gruftparade nach Lobeda und haben uns dermaßen den Ranzen zugehauen, das der Airbag gar nich hätte aufgehen können, selbst wenn er gewollt oder gemusst hätte. Was solls, irgendeine Bitterfelder Toilette würde sich schon über ein Mitbringsel aus Jena freuen. Nun aber endlich auf die Autobahn und ja genau erstmal ne Runde am Hermsdorfer Kreuz stehen, weil die Landschaften kannten wir ja alle nicht so gut.
Keine Ahnung wie lange wir eigentlich unterwegs waren auf jeden Fall haben Jordan und Tom schon ordentlich gepichelt und ich habe schon angekündigt, dass es Tote gibt wenn nach der Ankunft keine Blechsemmel mehr für mich gibt, denn die komische PET Brechbrühe von Jordan wollte ich auch nicht einlassen. Auf jeden Fall haben wir es dann tatsächlich irgendwie geschafft die Autobahn in Richtung Bitterfeld zu verlassen und dann ging der Spaß erst richtig los. Wo eigentlich ist das Open Air überhaupt…jaja die drei Doofen bei der Planung live in Aktion. Glücklicherweise stand auf der Einrittskarte ja noch Friedersdorf drauf, allerdings haben wir noch so ein, zwei Stadtrundfahrten in Bitterfeld gemacht.

Soll ja in der Abenddämmerung auch ne nette Stadt sein. Friiiiiedersdorf schrie es plötzlich von einem Straßenschild also sind wir einfach mal da lang gefahren. Dort angekommen mussten wir dann noch einen Opa und einen jungen HipHopper belästigen aber die wussten selbst dann noch nichts, als der Tod vor ihnen stand. Shit… Auf dem Weg zurück nach Bitterfeld erkannte ich dann auf der rechten Seite eine frei Fläche wo es so aussah, als ob ein hoffen Lagerfeuer brennen würden. 180° Wendung in Bitterfeld und dann….YEAH wir hatten es geschafft. Aussteigen, Türen auf, Musik laut und dann hab ich mir erstmal ne Hirse gezündet. Jordan und Tom haben sich dann erstmal um die Zelte gekümmert, während ich dem Ruf der Natur folgte und der völlig ausgedörrten Erde etwas von dem zurückgab, was sonst immer auf unsere Köpfe fällt. Rache war in dem Fall nicht süß aber sehr entspannend. So irgendwann standen dann auch die Zelte und alles was da reingehört war verstaut. Erstmal hinsetzten und entspannen und zack, war die Panzerfaust am Start und das Mundwasser namens Pfeffi ölte in der Speiseröhre in Richtung Magen. Fünf Bier später und mit gut riechendem Atem wollten wir es uns dann doch nicht nehmen lassen mal das Gelände zu begutachten. Natürlich wollten wir auch sehen, wer schon alles an bekannten Gesichtern zu sehen war. Ok, viel war noch nicht los aber zumindest Claudia und Angel konnte ich ausmachen und da beide gerade am Bierstand standen, haben auch wir uns ein Bier auf die Theke stellen lassen, sieht ja sonst immer so behindert aus, wenn Metaller einfach so rumstehen und sich an keinem Bier festhalten. Jordans Bier wurde dann von einem Festungskämpfer runtergefegt aber es gab ohne Diskussion gleich ein neues frisches Becherchen mit kühlen gelbliche Nass…also für alle Ferkel mit schweinische Gedanken, ich mein schon dass aus der metallische Zapfanlage. Ja dann mussten wir aber wieder zurück in Richtung Zelt, da sich für die Nacht noch Schubert und Schneider angesagt hatten und damit die auch gleich bei uns in der Nähe nächtigen konnten, sollten wir die beiden etwas lotsen. Ich weiß dann aber nicht genau was vor sich ging, irgendwann stand der Pavillon und wir konnten uns wieder zur gemütlichen Abendgestaltung aufmachen.

Ja und dann, tja genau dann kam das, was unausweichlich war. Wir sind wieder vorgegangen und dann weiß ich nicht. Irgendwie hab ich wohl Angels Freundin in Richtung Zelt begleitet und dann bin auch ich in Richtung Schlafsack gewankt und in einen herrlichen Schlaf gefallen. Tropfen auf der Nase…mmmmh, ich muss wohl wach sein, waren am Samstag meine ersten Gedanken. Ich blieb aber noch eine Weile im Schlafsack liegen und horchte, ob ich vor dem Zelt irgendwelche bekannten Stimmen erkenne. Nüscht. Naja raus zum Pinkeln und ich erkannte unter unserem Pavillon irgendwelche Pappnasen aber niemanden von den eigentlichen Truppenteilen.

Irgendwann hab ich dann doch den Tom erkannt oder gefunden wie auch immer und dann sind wir erst einmal zur Tankstelle gestiefelt um dort mal zu schauen was geht. Tja gegangen ist da nix aber dafür viel gestanden. Jordan, Schneider und Schubert schon wieder fleißig am „Festhalten“ und mir drückte der Anus. Also gab es in der Tankstelle gleich was zum Nachschieben, Haribo Weingummi, das ist übrigens nichts zu Verhütung sondern zum essen. Gut dann haben wir das zweite kulturelle Zentrum nebst Toilette also auch schon gesehen. Wir sind also mehr oder weniger geschlossen wieder zum eigentlichen Gelände zurück und schon ging der Scheiss wieder los. Eigentlich wollte ich mir ja mal keine Platten kaufen aber naja, als Tom mit seinem Stapel ankam, legte sich ein Schalter im Hirn um und es war vorbei. Geld also fast alle und nen Stapel LPs und Singles mehr. Ich bin ja mal gespannt ob ich das mal irgendwann schaffe nichts zu kaufen. Ach ja für alle aufmerksamen Leser, ja es regnete immer noch und so langsam machte Festival Besucher eine kostenlose Schlammpackung mit. Obwohl, wenn man sich anschaut, was so was kostet, war es vom kosmetischen her schon ein recht hohes Niveau was in Friedersdorf geboten wurde. Gut bandtechnisch war für mich am Samstag außer Old nichts dabei und die hab ich mir dann auch angeschaut. Die erschienene Single hab ich ja von Mellhammer empfohlen bekommen und gleich zugegriffen. Absolut geiles Material…Kaufpflicht!!! Während des Auftritts traf ich dann auch auf Seraph und Schmier und an diesem Tag hat man sich ja noch nur einmal die Hand gegeben aber dazu nachher noch mehr. Pri kam mir dann auch noch entgegen gestiefelt und ja so langsam kamen ein paar mehr bekannte Gesichter zum Vorschein.

Einige Zeit haben wir dann auch noch bei den Nürnberchern um Hellish Crossfire zugebracht, hier lief nämlich auch mal was anderes als nur die Humpeltruppen die sonst überall auf dem Gelände zu vernehmen waren. Joa das Bier lief gut und irgendwann, was zuletzt wohl auch am Regen lag, verzogen wir uns ins Bierzelt und hier platzen wir mit Bombe und René G. (also der G. hat nix mit dem Gehpunkt zu tun gelle hehehe) an eine Bierzeltsitzgelegenheit und es dauerte nicht lange und man zeigte sich die Bäuche und versuchte sich gegenseitig zu verarschen. Da sind wir meines Wissens auch bin in die Nacht sitzen geblieben und dann bin ich aus welchen gründen auch immer in Richtung Auto getrollt und wollte nur noch pennen. Sonntag aufstehen und gleich kacken müssen ist vielleicht zuhause witzig aber bei einem Festival immer ein Abenteuer. Glücklicherweise war ich nicht der einzige von uns dem es so ging, also ging es zu dritt in Richtung Tankstelle, denn die Dixies auf dem Gelände selbst waren schon nicht mehr zu benutzen. Ein herrliches Teil dort an der Tanke, zwar standen die Kaputten schon mit Wanstrammeln davor aber egal mit ner Rolle Klopapier in der Tasche vor einer Schüssel in greifbarer Nähe füllt man sich in der Arschgegend doch wesentlich sicherer. Anstehen kannten wir ja noch von ganz doll viel früher und so pressten wir das Brikett eben noch eine Weile länger in Form. Endlich war ich an der Reihe. Tür zu, Patronen abgeschnallt und dann, als ob mein Arsch Augen gehabt hätte, so dass es sieht, dass ich vor einer Schüssel stehe, musste alles sehr schnell gehen. Herrrrrrrlich ich hatte das Gefühl 20 Kilo leichter geworden zu sein und in dieser Verfassung war auch der Sonntag wieder erträglich. Tom und ich trollten uns dann in Richtung Mellhammer, Bötsch und Hellish Crossfire und dort wurden wir mit Bier eingedeckt, herrlicher Musik beschallt und bei so viel Spaß ließ sich sogar Petrus zu nettem Wetter hinreißen. Man schaute sich unter anderem noch ein geiles 70er Pornoheftchen der besonderen Art an und ließ es sich einfach nur gut gehen. Langsam ließ auch das Zittern wieder nach, das Zeichen, das das Bier doch das richtige Gegenmittel war auch wenn es am Anfang doch sehr zögerlich floss. So dümpelten wir also bis zur Geländeöffnung dort umher.

Atanatos machten dann den Opener so gegen 16 Uhr und also Tom und ich zügigen Schrittes in Richtung Bühne liefen, erkannten wir schon das erwachende Beast aber es war wohl erst noch der Soundcheck. Allerdings ging’s dann auch gleich los und mit unter anderem „Beast Awakening“, „Imperator“, „Eternal Domination, “ „Nightcrawler“ und als Zugabe noch das Sodom Cover „Outbreak of Evil.“ Als nächstes folgten dann Witchburner allerdings waren Atanatos die einzigen wo wir direkt an der Bühne standen (man weiß eben wo man herkommt) und so kamen mit Bombe, Jan G. und René G. Dinge ins rollen die garantiert für einige nachhaltige Schäden führen werden. Freilich erklärten wir den Ataisten erst einmal was wir kurz vor ihrem Auftritt in einer Plattenwühlkiste entdeckt hatten. Es handelt sich hierbei um die Band „Alter Teppich“ die ursprünglich aus Rumänien stammend damals eine Split mit „Flusen“ aufgenommen haben und auch aus kommerziellen Gründen als Herkunftsland Ungarn angegeben haben. Erschienen ist das gute Scheibelein bei „Kehr aus Records“ und wenn es wirklich jemanden gibt, der diese Scheibe sein eigen nennt, von dieser Stelle aus herzlichen Glückwunsch, denn da ist eine zweier Limitierung drauf. Plötzlich so mitten im Gespräch war auf einmal der Dommä weg und niemand hat ihn je wieder gesehen, wir haben uns zwar immer wieder bei unseren Tischnachbarn erkundigt ob es zwischenzeitlich schon Neuigkeiten über Dommä gibt aber andauernd war es eine Fehlanzeige.

Aber das beste kommt ja noch, bei uns in der Tischmitte konnte man China sehen und Jan ließ es sich nicht nehmen, da etwas Bier reinzukippen und später flogen auch noch Pilze nach, warum sollst denen da unten schlecht gehen, wenn wir soviel Spaß haben. Die werden da auf der anderen Seite der Weltkugel schön blöd geschaut haben als plötzlich Bier und Pilze aus dem Boden schossen. Unterdessen kam immer das Trink- oder besser Nichttrinkspiel zum Tragen, dass man eigentlich nur anstößt ohne zu trinken. Also jeder, der es versucht hat, wurde wieder in eine Anstoßserie verwickelt. Es war eine wahre Freude. Plötzlich kam der Gedanke, dass man sich ja wenig gesehen hatte und deshalb musste erstmal die Hand drauf gegeben werden gelle? Tja und da wir ja alle schon an Alzheimer leiden haben wir natürlich immer gleich wieder vergessen, dass wir grad erst angestoßen bzw. uns die Hand gegeben haben. Ich glaub in den Stunden ist da mehr Bier verdunstet als in die Kehle gelangt aber egal. So nun lasst mich aber langsam zum Ende kommen.

Ich hoffe es hat keiner, der es bis hier hin durchgehalten hat einen Stagereport erwartet, wie in diversen Metalpostillen zu finden sind. Die dort schreiben sehen immer alle Bands, saufen wie die Löcher und wissen trotzdem noch genau wann welches Lied von welcher Band gezockt wurde und ob das genauso klang wie auf der letzten oder ersten Platte…ja so ein Scheiss. Montag war dann auf jeden Fall nicht mehr viel los. Die Sonne brutzelte gegen zehn Uhr schon ordentlich und kurz vor der Abfahrt kam noch Schmier vorbei, da ich mit ihm ja ausgemacht habe, dass er mir meine Lederjacke Modell „Terminator“ unikatisieren soll. Ein herrlicher Service. Tja damit war dann das erste uns in diesem Jahr wohl auch eins der besten Open Airs zu Ende und für mich bleibt eigentlich nur zu sagen….nächstes Jahr wieder und dann finden wir den Dommä hoffentlich wieder…

Fette Grüsse an Mellhammer, Bötsch, Werner, Siggi und den ganzen Rest der Thrasher Franken...thanx für geile Mucke nen Haufen Bier und das Promo Tape von Hellish Crossfire (Review folgt), Angel, Claudia, Jan, René, Kocher, Bombe, Bambina, Eik, Schmier, Tom, Jordan, Schneider, Schubert, Klaus und Bonny (ich hoffe es ist richtig geschrieben) und alle die sonst irgendwie in mein Blickfeld geraten sind Thrash attack an die United Metal Maniacs. (Sarco)

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